5 x weniger Fleisch

Wochentags immer ohne, Schnitzel nicht mehr in XL oder einfach essen nach der Planetendiät. Viele Wege führen zu weniger Fleisch – sie schmecken alle!

Weniger Fleisch bedeutet nicht zwangsläufig Askese. Im Gegenteil: Wer weniger Fleisch kauft, spart und kann sich dafür besseres Fleisch leisten. Artgerechte Tierhaltung bringt bessere Inhaltsstoffe mit sich und man profitiert auch gesundheitlich.

Weniger – aber dafür Bio! Weniger Fleisch – geringeres Krebsrisiko Gemüse – das neue Fleisch  Küchentricks für weniger Fleisch Viel Geschmack – mit wenig Speck oder -ersatz

Weniger – aber dafür Bio!

Unzählige Marken und Siegel kennzeichnen das große Fleischangebot, doch nicht alle bringen den Tieren bessere Lebensbedingungen. Das Rundum-Sorglos-Paket gibt´s nur mit dem Bio-Siegel, denn hier ist von der Fütterung bis zur Haltung alles nach biologischen Kriterien geregelt.
Bio steht für mehr Licht, Luft, Bewegung und Biofutter und das wirkt sich auf die Fleischqualität aus. Biofleisch hat eine bessere Fettsäurezusammensetzung und es geht in der Pfanne nicht verloren. Im Gegensatz zu Fleisch von gestressten Tieren verliert es nicht so viel WasserBei der täglichen Biofütterung sind vorbeugende Antibiotika und gentechnisch veränderte Futtermittel tabu. Also kleinere Portionen zum gleichen Preis – es ist zum Vorteil von Tier, Umwelt und Mensch!

 

Weniger Fleisch – geringeres Krebsrisiko

Vom Sonntagsbraten zum täglichen Muss auf dem Speiseplan– der Fleischkonsum ist in den letzten Jahren gestiegen. Heute kommen Fleisch und Wurst fast täglich auf den Teller.
Ernährungsphysiologisch ist Fleisch ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel, das Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe in hoher Konzentration und guter Verfügbarkeit enthält. Andererseits: Übermäßiger Fleischkonsum ist ungesund. Studien zeigen, dass verarbeitetes Fleisch das Krebsrisiko erhöht. Ganz im Gegenteil zum Gemüse, das zur Krebsvorbeugung drei Mal pro Tag gegessen werden soll. Die meisten Kostformen, die gegen Krebserkrankungen schützen, sind überwiegend pflanzlich und empfehlen höchstens 450 g Fleisch pro Woche.

 

Gemüse – das neue Fleisch

Der Trend zur Gesundheitsoptimierung spiegelt sich auch bei der Trendforscherin und Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler wider. Sie sieht in Ihrem Foodreport 2018 Fleisch nicht mehr im Zentrum unseres Genussuniversums. Und tatsächlich, Fleischersatzprodukte boomen, und ein vegetarisches Gericht darf auf keiner Speisekarte mehr fehlen. Wien punktet sogar mit einem vegetarischen Haubenlokal.

 

Küchentricks für weniger Fleisch

Einfach Fleisch weglassen, wird keine Haube in der Küche bringen. Wer umstellen will, braucht gute Rezepte und die gibt es zu genüge. Nie zuvor gab es so viele Kochbücher und Onlinerezepte zur vegetarischen und veganen Küche. Man kann auch in alten Kochbüchern nach Evergreens suchen. Krautfleckerl, Spinat mit Spiegelei, Grenadiermarsch oder Bohnenstrudel sind noch immer beliebt und müssen nicht extra vegetarisiert werden.

Tipps zum Kochen mit wenig Fleisch

  • In Gerichten mit Faschiertem kann das Fleisch gut durch Linsen oder Sojagranulat ersetzt werden. Ein Unterschied den auch Fleischliebhaber kaum wahrnehmen.
  • Im Schmortopf lassen sich ganz einfach Gemüse, Pilze oder Sojaschnetzel unterbringen, denn wenn auch nur wenig Fleisch mitgeschmort, teilt es sein Aroma mit Gemüse.
  • Auch á la Filet Wellington lässt sich wenig Fleisch in viel Gemüse verpacken, und in einen Fleischstrudel kann man Gemüse gut hineinschummeln.
  • Und dann ist da noch das richtige Marketing: Will man sein fleischreduziertes Gericht an die Familie bringen, sollte man es gut mit all seinen Stärken bewerben und schön präsentieren. Eine Kürbisbowl hat höhere Chancen auf Erfolg als die gute alte Gemüseplatte.

 

Viel Geschmack – mit wenig Speck oder -ersatz

Gerösteter Speck hilft über viele vegetarischen Gerichte hinweg. Die Snackhersteller zeigen mit ihren vegetarischen Speckchips, dass für das Aroma kein Tier leiden muss. Zuhause ist mit einer Prise Räucherpaprika der Speichelfluss garantiert. Auch Räuchertofu bringt unsere Geschmacksnerven in Schwung.

 

Weitere Informationen für ein Leben mit weniger Fleisch mit vielen Rezepten und Tipps gibt es bei DIE UMELTBERATUNG.

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