Unsere Mission

Gemeinsam wollen wir mit dieser Initiative Bewusstsein schaffen und konkrete Entscheidungshilfen bieten

Heutzutage kann man Fleisch sehr billig kaufen. Der Wohlstand steigt, die Effizienz in der Fleischproduktion steigt – die Preise sinken. Viele Menschen erkennen jedoch, dass das kein normaler Umgang mit Fleischkonsum mehr ist, das System krankt. Ein häufiger und hoher Fleischkonsum hat negative Auswirkungen für Menschen, Natur und Tiere. Mit dieser Initiative wollen wir zu einer Veränderung anregen. Zu einer Veränderung hin zu weniger und besserem Fleisch. Denn: Fleisch ist uns nicht wurscht.

Manchen ist Fleisch nicht wurscht, weil sie gar kein Fleisch essen. Andere Menschen wiederum lieben Fleisch und essen gern und viel. Beim Thema Fleisch gibt es unterschiedliche Perspektiven. Wir wollen diese Blickwinkel zur Geltung kommen lassen. Miteinander und nicht militant gegeneinander. Wir wollen individuelle Herangehensweisen und Meinungen zeigen. Was sagen Kochprofis, welche Tipps kommen von Ernährungsberaterinnen, über welche Erfahrungen verfügt die Landwirtschaft, was wissen Tierschützerinnen und Tierschützer.

In einem sind wir uns alle einig: Weniger und besseres Fleisch ist ein klarer Weg zu mehr Wohlbefinden und weniger negativer Auswirkungen auf die Gesundheit, unsere Umwelt und unsere Tiere. Eine Veränderung im Fleischkonsum ist gesundheitlich und gesamtheitlich richtig und wichtig. Im Rahmen dieser Initiative wollen wir diskutieren und philosophieren, wollen unterschiedliche Meinungen zur Geltung kommen lassen und zeigen wie dieser Weg einfach, nachhaltig und genussvoll beschritten werden kann. Weil uns Fleisch nicht wurscht ist.

Fleisch kann uns also nicht wurscht sein, darum wollen wir darüber reden und diskutieren. Eine Initiative vom WWF mit Unterstützung von Kurier, Die Umweltberatung und die Wiener Umweltschutzabteilung – MA22.

Die Faktenlage

Österreich isst aktuell dreimal so viel Fleisch wie von ExpertInnen empfohlen. Mit 63 kg pro Jahr liegen wir im europäischen Spitzenfeld. Der Weg zu einem gesunden Fleischkonsum führt folglich über das Maß. Ein maßvoller Fleischkonsum steigert Gesundheit und Wohlbefinden. Weniger und besseres Fleisch ist gut für die Gesundheit, gut für das Wohlbefinden! Zu viel Fleisch wird in Zusammenhang mit Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen gebracht.

Gleichzeitig verringert man die Auswirkungen der Fleischproduktion für Umwelt und Tiere. Fleischprodukte generieren 43% der ernährungsbezogenen Treibhausgas-Emissionen in Österreich, führen zu einem enormen Ressourcenverbrauch und gefährden unsere Artenvielfalt. Ein nachhaltiger Fleischkonsum reduziert somit die negativen Folgen für unsere Umwelt.

Initiativpartner

WWF Österreich

Wir wollen der weltweiten Naturzerstörung Einhalt gebieten und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Harmonie leben.
Daher ist es unser Ziel, die biologische Vielfalt der Erde zu bewahren, die naturverträgliche Nutzung erneuerbarer Ressourcen voranzutreiben sowie Umweltverschmutzung und die Verschwendung von Naturgütern zu verhindern.

together possible

Wir sollten weniger Fleisch essen und ein größeres Bewusstsein entwickeln, dass es ein wertvolles Lebensmittel ist. Es kommt auf die Qualität an und nicht auf die Menge. Mit bewusstem Konsum von Fleisch können wir nachhaltig die Produktionsbedingungen positiv beeinflussen und viel für unsere Gesundheit, die Umwelt und die Tiere bewirken.

Wir setzen uns für nachhaltigen Konsum in der Erwachsenenbildung ein. Der Konsum soll weder die eigene Gesundheit, die eigene Finanzsituation noch die Umwelt zerstören. Lebensmittel sind dabei von zentraler Bedeutung und der Grund für dieses Engagement.

Umweltschutz, Vermeidung von Tierleid und Gesundheit: Das sind im Umgang mit Lebensmitteln zentrale Anliegen der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22. Besonders wichtig sind uns dabei: Fleischreduktion, Fleisch in Bioqualität und vor allem auch Vermeidung von Lebensmittel-Abfällen.

Ökologisch nachhaltige Gastronomieangebote sind dem Umweltserviceprogramm für Wiener Betriebe OekoBusiness Wien ein wichtiges Anliegen. Die WWF-Aktion „Fleisch ist uns nicht Wurscht“ ist eine sehr gute Ergänzung zu unserem neuen Programm „natürlich  gut essen“, bei dem Gastronomiebetriebe für ihr Bio-Angebot in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet werden können. Die „natürlich gut essen“-Auszeichnung ist ein Ansporn für Gastronomen – und gleichzeitig eine wichtige Information für Gäste, die auch außer Haus wissen wollen, was auf den Tisch kommt.

 

Bewertung und Empfehlungen

Im Fleischratgeber sind Fleischsorten und pflanzliche Alternativen nach ihrer Herkunft (Region) und den dort üblichen Produktionsbedingungen nach den Kategorien Klima, Artenvielfalt, Überdüngung, Pestizide, Antibiotika und Tierwohl eingestuft. Daraus ergibt sich eine Gesamtempfehlung, die wir in 4 Stufen eingeteilt haben: Greif zu, in Maßen, lieber wenig, Finger weg.

Allgemein lässt sich sagen, dass die Kriterien BIO imd REGIONAL in jedem Fall einen sehr positiven Einfluss auf die Produktionsbedingungen und deren Umweltwirkung haben. Dennoch ist ganz klar: Fleisch sollte nur bewusst und in Maßen konsumiert werden. Nur bei den pflanzlichen Alternativen können wir eine klare Empfehlung zum Zugreifen geben. Auch hier raten wir eindeutig zu Bioprodukten.